Die 19-Zoll-Panel-PC-Serie C33xx ist konzipiert für den Einbau in 19-Zoll-Racks oder in die Front eines Schaltschranks. Die Industrie-PCs dieser Baureihe sind mit Komponenten der höchsten Leistungsklasse nach der ATX-Norm ausgestattet und eignen sich ideal für den Einsatz im Maschinen- und Anlagenbau, zum Beispiel mit der Automatisierungssoftware TwinCAT unter Windows Embedded Standard und Windows XP Professional.
Die 19-Zoll-Panel-PC-Baureihe C33xx, ausgestattet mit Intel® Celeron® oder Intel® Core™2 Duo auf einem ATX-Motherboard, bietet Steuerungen der höchsten Leistungsklasse mit 12- oder 15-Zoll-TFT-Display, wahlweise mit alphanumerischer PC-Tastatur oder numerischer Teiltastatur, mit Touchscreen oder Touchpad. Der Arbeitsspeicher lässt sich von 1 GB DDR3RAM auf bis zu 8 GB erweitern. Für mehr als 3 GB ist ein 64-Bit-Betriebssystem erforderlich. Das Gehäuse kann von der Frontseite installiert und aufgerüstet werden. Ein CD/DVD-ROM- oder Multi-DVD-Laufwerk lässt sich hinter der abschließbaren Frontklappe einbauen. Unter der Frontklappe können außerdem USB-Anschlussbuchsen für Tastatur und Maus eingebaut werden, die bei Inbetriebnahme und Software-Update eine komfortable Bedienung mit Standardeingabegeräten ermöglichen. Dabei arbeitet die angeschlossene Tastatur parallel zur Fronttastatur und die Maus parallel zu Touchscreen oder Touchpad. Zusätzlich können ein oder zwei 3½-Zoll-Festplatten eingebaut werden. Der On-Board-RAID-1-Controller kann zwei SATA-Festplatten spiegeln.
Niederhalter für die Steckkarten sorgen für Unempfindlichkeit gegen Stöße und Vibrationen. Die Niederhalter lassen sich ohne Werkzeug fixieren und lösen.
Der Industrie-PC entspricht der ATX-Norm und ist damit kompatibel zu allen neuen PC-Komponenten.
Das Typenschild gibt detailliert Auskunft über die Konfiguration des PCs. Für die eingesetzten Steckkarten werden Angaben zu Funktion, Typ und Ressourcenbelegung wie Speicherbereiche und Interrupts aufgeführt. Angaben über Laufwerke zeigen, neben Hersteller und Typ, auch alle Informationen über Anschlussart und Jumperung.
Das Gehäuse ist in seiner Konstruktion auf die Umsetzung individueller Änderungen konzipiert und kann in vielerlei Hinsicht der Anwendung angepasst werden.
Verschiedene Fronttableaus werden mit dem Rechnerkern kombiniert. Obwohl die Fronttableaus unterschiedlich hoch sind, wird der Rechnerkern immer mit acht Höheneinheiten ausgeführt. Das Fronttableau steht gegebenenfalls an der Unterseite ein bis zwei Höheneinheiten über. Der für den Einbau erforderliche Ausschnitt ist immer gleich.
Kundenspezifische Umsetzung
In kundenspezifischer Konstruktion gestalten wir Ihnen gerne individuelle Varianten der hier vorgestellten Industrie-PC-Baureihe, beispielsweise mit Ihrem Firmenlogo auf der Laufwerksklappe, mit elektromechanischen Tastern in der Front oder einer Folientastatur in Ihren Firmenfarben mit der Tastenform und Tastenanordnung Ihrer Wahl. Der Industrie-PC soll Ihre Corporate Identity zum Ausdruck bringen. Ein programmierbarer Tastatur-Controller ermöglicht die freie Funktionsbelegung der Tasten.
Aufrüstung und Wartung von der Frontseite
Das Gehäuse wird von vorne geöffnet. Unter der Frontklappe befindet sich ein Schloss zum Öffnen der Fronttür. Der Schlüssel unterscheidet sich von dem der Frontklappe, sodass administrativ zwischen Anwender und Wartungspersonal unterschieden werden kann. Bei geöffneter Fronttür lässt sich der Speicher erweitern, der Prozessor kann getauscht und Laufwerke können ohne Werkzeug herausgezogen werden, um beispielsweise die Festplatte an einem anderen PC im Entwicklungsbüro mit neuer Software zu versehen. Auch die Steckkarten sind von vorne zugänglich, aber um diese einzubauen, muss der Monteur auch Zugang zu den Steckverbindern bekommen, die sich an der Gehäuseaußenwand befinden. Der PC kann dazu komplett aus seinem Einbauraum nach vorne herausgezogen werden. Kugelgelagerte Teleskopschienen halten den PC vor dem Rack oder vor dem Schaltschrank wie eine Schublade. Der Monteur kann ohne Hilfe einer zweiten Person an allen Seiten des PCs arbeiten. Der Auszugrahmen wird als Zubehör angeboten, denn beim Einbau in der Schaltschranktür ist er oft nicht erforderlich, aber gerade beim 19-Zoll-Rack-Einbau, wo der PC von hinten nur sehr umständlich zugänglich wäre, verkürzt der Auszugrahmen die Montagearbeiten ganz erheblich.
Montage von der Frontseite
Der komplette Einbau des Industrie-PCs ist von der Frontseite aus möglich. Dazu ist der Auszugrahmen in zwei Hälften geteilt. Die linke und die rechte Hälfte des Montagerahmens werden einzeln durch die Montageöffnung gesteckt und von vorne mit dem Rack oder der Schaltschrankwand verschraubt. Der Monteur greift dann nach den im Einbauraum hängenden Anschlusskabeln und holt diese nach vorn. Die Teleskopschienen werden nach vorne herausgezogen, der PC daraufgestellt und verschraubt. Dazu benötigt der Monteur keinen zusätzlichen Helfer. Die Kabel werden angeschlossen, der PC wird hineingeschoben und links und rechts mit je zwei Schrauben von vorne fixiert. – Betriebsbereit binnen weniger Minuten.
Umrüstung von bestehenden Anlagen
Der Rechnerkern ist in allen Varianten der gleiche und hält sich exakt an die Einbaumaße seiner Vorgänger MIC3210 und C3230 mit 19 Zoll Breite und acht Höheneinheiten. Dadurch kann eine bestehende MIC3210- oder C3230-Steuerung eins zu eins aufgerüstet werden. Bei der Umrüstung von bestehenden MIC3200- und C3220-Steuerungen mit sieben Höheneinheiten muss lediglich die Montageöffnung um eine Höheneinheit vergrößert werden. Bei alphanumerischer Volltastatur sind vor der Frontplatte unterhalb des PCs zusätzlich ein bis zwei Höheneinheiten Platz erforderlich.